Mittwoch, 14. August 2013

Pimp my Ride Australia und Bombenlegen für Anfänger


How is it going mates? Wir schreiben diesen Blogeintrag aus dem sonnigen, entspannten Cairns. Leider waren unsere letzten Tage nicht wirklich entspannt. Wie die Überschrift schon vermuten lässt, haben wir uns ein Auto zugelegt und JA wir haben Bomben gezündet, bei denen auch (hoffentlich) einige drauf gegangen sind! Um der Chronologie treu zu bleiben, erzählen wir aber erst mal, wie wir überhaupt in Australien angekommen sind und Sarah und Mareike getroffen haben.

Sydney
Nach dem langen Nachtflug von Malaysia kamen wir in Sydney an. Wir stellten sofort fest, wie sauber die Luft im Gegensatz zu Kuala Lumpur ist und konnten endlich mal wieder richtig durchatmen. Die Menschen in Australien sind einfach so viel hilfsbereiter und offener als man es aus Deutschland kennt. Das war wohl auch der Grund dafür, dass uns ein fremder Mann ansprach und uns fragte, ob wir ein kostenloses Shuttle zu unserem Hostel wollten (coole Sache!). Im Maze Backpacker Hostel erwischten wir Sarah und Mareike gerade beim Frühstücken und so brachten wir kurz unseren Sachen ins Zimmer und machten uns auf um Sydney ein wenig gemeinsam zu erkunden.

Einfach ein Touri - Klassiker


Nachdem wir die Touri Klischee Sachen wie die Harbour Bridge und das Opera House erkundet und bewundert hatten, musste erstmal das Wiedersehen gefeiert werden. So lernten wir direkt am ersten Tag das Szene Getränk der Backpacker kennen, mit dem wir sicherlich noch den ein oder anderen lustigen Abend in Australien haben werden.  Der Goon, klingt nicht nur wie ein fieses Monster, sondern schmeckt auch ähnlich. Ab und zu lassen sich, laut Verpackung, Ei – oder Fischreste darin finden. Jedoch ist Goon trotzdem sehr beliebt, da er mit ca. 14 Dollar für 4-5 Liter selbst für arme Backpacker bezahlbar ist.
Lustigerweise gab es im Hostel an diesem Abend ein Weihnachtsspecial, da es der 25. August war und zu dieser Zeit in Australien Winter ist. Wir saßen also mit Weihnachtskrönchen und Truthahn in der Hostel Lounge und tranken unseren Goon.
Es Weihnachtet sehr in Sydney

 Anstatt euch mit einer Beschreibung zu langweilen liefern wir an dieser Stelle einfach ein paar Impressionen von dem Abend. :D
Spaß mit Lulu und Mick 

Spaß mit Goon!

Noch mehr Spaß mit Goon!

Generell gibt es in Australien zwei Arten von Hostels: Die Party Hostels und die eben nicht Party Hostels. Das Maze Backpackers war definitiv ein Party Hostel, weshalb Schlaf an sich relativ selten stattfand (kein Wunder, wenn zwei Franzosen in unserem Nebenzimmer sich kurzerhand entscheiden das komplette Zimmer auseinander zu nehmen und sich mit dem Security anzulegen) Nach dieser Nacht nahmen wir uns vor, dass das nächste Hostel kein Party Hostel sein sollte.
Die nächsten Tage ließen wir es dann relativ ruhig angehen. Wir fuhren mit der Fähre zur Halbinsel Manly und konnten u.a. auch unseren ersten schönen Sonnenuntergang festhalten.
Ausflug nach Manly mit Sarah und Mareike 

Harbour Bridge im Sonnenuntergang 

So schön kann Sydney sein :)

Nach dem Ausflug in Manly erlebte ich (Vinc) noch eine riesige Überraschung im Maze Backpacker Hostel. Als wir gerade in der Hostel-Lounge saßen und Karten spielten fiel mir ein Junge am Nachbartisch auf. Irgendwie erinnerte er mich an jemanden. Als ich genauer hinsah konnte ich meinen Augen kaum glauben. Er sah aus wie einer meiner besten Freunden aus Berlin , den ich noch aus der Grundschule kenne. Ich ging also ein bisschen verunsichert zu ihm rüber und fragte ihn ob er den Enrico aus Berlin sei. Er erkannte mich ebenfalls sofort wieder und wir waren beide froh und unglaublich fassungslos , dass wir uns am anderen Ende der Welt wiedersehen nach all den Jahren. Wir haben lange mit einander geredet und auch etwas zusammen unternommen am nächsten Tag. Seine Reise setzte er weiter fort am übernächsten Tag aber wir werden den Kontakt zueinander halten und uns hoffentlich in Deutschland wiedersehen.
Größter Zufall meines Lebens!!


Was uns besonders an Sydney gefallen hat, ist, dass es eine sehr belebte Stadt ist, in der man abends in den Promenaden ständig etwas geboten bekommt. So wollten wir uns zum Beispiel ein Feuerwerk ansehen, dass (fast) jeden Samstag in Sydneys Hafen geboten wird. Leider war an diesem Tag einer der Fast-Samstage, an denen kein Feuerwerkt stattfindet. Dies war jedoch nicht weiter schlimm, denn so konnten wir Teil der Show eines Straßenkünstlers werden, der z.b. mit Kettensägen und Fackeln jongliert, während er auf einem Fahrrad in ca. 3 Meter Höhe saß.


Unser Ursprünglicher Plan, den Roadtrip in Sydney zu starten, warfen wir relativ schnell wieder über den Haufen, da es in dieser Jahreszeit einfach zu kalt ist, um die Ostküste zu bereisen. Aus diesem Grund, buchten wir uns spontan einen Billigflug ins Nördliche Cairns, um uns dort ein Auto zuzulegen.
Mach´s gut Sydney 

Das Wetter in Cairns war tatsächlich um einiges besser und die Stadt war auch viel entspannter als das hektische Sydney. Zum ersten Mal kam ein wenig Urlaubsfeeling in uns auf, doch sind wir nicht nach Cairns geflogen um nur Urlaub zu machen. Ein bisschen Entspannung muss jedoch auch sein! :)
Aussicht von der Strandpromenade

Gemütlich bissi BBQ an der Promenade (öffentlicher Grill übrigens)

kleines Nickerchen in Palm Cove Beach mit Dustin und Moritz


 Zum Glück ist das Globetrotters Hostel Cairns um einiges ruhiger als das Maze Sydney und so konnten wir auch endlich mal richtig schlafen. Am nächsten Tag fingen wir sofort damit an das Angebot an Autos für Backpacker genauer unter die Lupe zu nehmen. Leider mussten wir relativ schnell feststellen , dass generell jeder Autoverkäufer hier versucht einen über den Tisch zu ziehen… Zudem muss man sich im Vorfeld über viele Sachen informieren, die den Autokauf betreffen. Eins dieser Dinge ist die Registration, die man nur erhält wenn man ein Road-Worthy-Certificate vorweisen kann. Die Road-Worthy ist quasi eine Überprüfung der Verkehrstauglichkeit des Fahrzeugs. Klingt zwar recht simpel, ist es aber nicht. Das ein oder andere Mal kam es schon vor, dass ein Auto keine neue Road Worthy bekommen hat, weil das Leder am Lenkrad nicht richtig sitzt oder der Anschnallgurt verdreht ist (Oh mein Gott!!).
Mehr oder weniger durch Zufall wurden wir schließlich von einem Local angesprochen, der seinen Van verkaufen wollte. Wir verabredeten uns also spontan und trafen uns 15 Minuten später um die erste Probefahrt zu machen. Zwar war dieser Wagen erst der zweite überhaupt den wir in Australien fuhren, trotzdem merkten wir sofort, dass dies ein richtig guter Van war. Die 3000 Dollar, die Collin für seinen Van wollte, waren zwar echt ein stolze Summe, aber dafür hatten wir auch noch einiges an Extras mit in dem Wagen. Neben der Standard Camper Ausrüstung, wie Besteck, Camping-Kocher, Töpfe , Pfannen usw (die übrigens quasi bei jedem Backpackerauto mit dabei sind) hatten wir noch u.a. 3 Surfboards, 1 Zelt, 2 Decken, insgesamt 4 Campingstühle und und und… Was jedoch fast noch besser war als die ganzen Extras, war die Hilfe, die uns Collin für die Registrierung anbot. Für Backpacker ist es ja komplettes Neuland ein Auto neu an- oder umzumelden, deshalb waren wir recht froh, nicht alleine in das Department of Transport gehen zu müssen. Nachdem alles abgeklärt war, übergaben wir Collin das Geld und konnten uns zum ersten Mal als stolzer Besitzer eines Camper Vans nennen.
Autoübergabe mit Collin

Nun ging es darum, aus dem Chaos, welches im Van herrschte, eine gemütliche Ordnung zu schaffen.
Leichte Unordnung

Leichte Unordung #2

Dazu nahmen wir uns Hilfe von 2 überaus netten und hilfsbereiten Leuten. Johannes und Jutta leiten zusammen J J ´s Auto Workshop und die beiden haben schon dem ein oder anderen Backpacker vor dem finanziellen Ruin bewahrt. Meistens verarschen einen nämlich nicht nur allein die Verkäufer der Autos, sondern auch die Werkstädten, die für einen einfachen Ölwechsel schon mal gut und gerne 150 Dollar verlangen oder Dinge reparieren, die eigentlich gar nicht repariert werden müssten…
Nun aber zurück zu unserem Auto. Zu aller erst nahmen wir das merkwürdige Gestell, welches ein Bett darstellen sollte heraus; genauso wie die „Küche“, die wir aber später an einer anderen Stelle wieder einbauten. Für ein ordentliches Bett brauch man erst mal ein stabiles Gestell, also fuhren erst einmal Bretter im Baumarkt kaufen. Allein dies war schon gar nicht so einfach, da die Baumärkte in der Regel keine Maße in Zentimeter angeben, sondern in Zoll (denken wir zumindest). Gott sei Dank fanden wir jedoch einen sehr geduldigen Mitarbeiter, der uns sogar die Endstücke kostenlos in verschiedene Stücke schnitt, die wir später als Stützen benutzen konnten. Nun hieß es also zurück zur Werkstatt und alles ordentlich einbauen. Durch Johannes Geschick und unserer Hilfe hatten wir bereits wenige Stunden später ein echt gutes Bettgestell und die Küche war auch schon an der richtigen Stelle wieder eingebaut.

Unser fleißiger Johannes =)
Graffiti "Young Wild and Free" fanden wir dann doch ein bischen zu klischeehaft

Nervige Arbeit


 Nachdem der „Wohnbereich“ schon mal adäquat eingerichtet war, sollte es am nächsten Morgen noch einen schnellen Ölwechsel geben und dann könnten wir  schon starten. Am nächsten Morgen kamen wir also nochmal zu der Werkstatt und fuhren das Auto auf die Hebebühne. Als Johannes direkt anfing zu fluchen, wussten wir direkt schon, dass irgendwas nicht stimmte. Letztendlich hatten wir noch heftige Öllecks und an der Vorderachse war auch einiges nicht in Ordnung (wäre ja auch zu einfach gewesen). Wir fuhren also zur Werkstatt, die nur knapp einen Monat vorher das Road Worthy für das Auto ausgestellt hatte. [Falls ihr nicht mehr wisst, was das Road Worthy genau war, lest etwas weiter oben] Dort angekommen sagten wir Ihnen, dass sich beim checken des Autos so einiges übersehen hatten und als wir dann noch erwähnten wir könnten sie ggf. beim Department of Transport in Queensland verpfeifen, war der Mechaniker auch direkt kooperativ und wollte alles sogar KOSTENLOS reparieren. Besser hätte es nicht laufen können!
Gegen Nachmittag konnten wir das Auto wieder abholen und ließen Johannes wieder einen Blick darüber (bzw. darunter) werfen. Schon wieder fing er an zu fluchen! SCHEIßE!!
Der Grund dafür war, dass der Mechaniker einfach direkt neben einem kaputten Teil ein anderes, komplett funktionsfähiges Teil ausgewechselt hatte. Der Idiot! Da wir relativ wenig Bock hatten wieder dahin zu fahren hatte Johannes eine andere Lösung gefunden um das Problem am Auto zu beheben.
An nächsten Tag hieß es dann wieder, wir hätten nun endlich alles am Auto erledigt und könnten endlich unseren Roadtrip starten. Im Prinzip war auch alles in Ordnung, die Überraschung kam jedoch am nächsten Morgen. Collin, der Verkäufer, hatte uns u.a. auch zwei Matratzen hinterlassen, die wir auch fürs Erste benutzen wollten (Scheißidee!!). In einer der Mattratzen hatten sich nämlich einige Bettwanzen eingenistet und dem entsprechen sah ich (Lau) auch am nächsten Morgen aus. Interessanterweise waren die Bedbugs nur in einer der Matratzen und deswegen war nur Laua von den heftigen Bissen betroffen.
SCHEIßVIECHER EY!

„Ich sage euch, so einen Drang mich am ganzen Körper zu kratzen hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie verspürt. Was eventuell daran liegen könnte, dass ich gegen alle möglichen Mückenstiche,-bisse oder was auch immer allergisch reagiere…“

Naja da wir nun ein „Bedbug“ Problem in unserem gesamten Auto hatten, weil sich die Scheißviecher in jedem Teppich und jeder Decker oder jedem Eckchen verkriechen. Wer konnte uns nun dabei helfen? Natürlich wieder Jutta und Johannes! Wir fuhren also wieder einmal in die Werkstatt (gefühlt zum 10000-mal in der kurzen Zeit) und räumten erst einmal wieder alles aus dem Van raus.
Erstaunlich was so alles in den Van reinpasst

Jeder einzelne Stoffähnliche Gegenstand wurde mit einer ausgiebigen Dusche Insektenspray gesäubert und danach einfach in die Sonne gelegt. Für den Van selber reichte das aber leider nicht aus und hier kommen wir endlich an die Stelle auf die die Überschrift schon hindeutet. Um die Bedbugs aus einem Raum oder einem Auto wieder loszuwerden, nimmt man am besten eine Bombe! Leider ist das Ganze nicht so spektakulär, wie man es sich vorstellt. Bei den sogenannten Bomben handelt es sich einfach nur um eine Sprühflasche die ihren gesamten Inhalte entleert, sobald man einmal den Knopf betätigt hat.
BOMBENLEGEN

 Doch denkt jetzt nicht, das wäre harmlos! Nachdem man eine dieser Bomben in einem Raum gezündet hat(wir zündeten gleich 3 J) sollte man sich möglichst 24 Stunden davon fernhalten, bis der Dampf und die Giftstoffe sich ganz verzogen hatten.
Das Besorgen der Bomben war für uns kein Problem, die Frage war jedoch, wo sollten wir schlafen, wenn wir das Auto 24 Stunden nicht betreten sollten? Ganz einfach: In Juttas und Johannes Werkstatt, wo sonst? Die beiden überließen uns ohne weiteres nach Ladenschluss den Schlüssel und wir übernachteten zum ersten Mal in unserem Leben in einer Kfz Werkstadt. Das war echt unfassbar nett von ihnen wenn man bedenkt , dass wir sie erst seit kurzer Zeit kennen. Zudem war es sogar die beste Nacht, die wir in Australien verbrachten. Da wir uns mitten in einem Gebiet voller kleiner Autoshops oder Einkaufsläden befanden, war es nachts einfach unglaublich ruhig und wir konnten ganz gemütlich einschlummern.
So gemütlich ist J J´s Auto Workshop

 Am nächsten Morgen kauften wir eine neue Matratze und räumten schließlich alles wieder in den Van. Endlich war unser Auto bereit für den Roadtrip! Wir können jedem raten, der irgendwann einmal in die Situation kommt, sich in Australien ein Auto zu kaufen, sich viel Zeit und Nerven mitzunehmen, denn man findet eigentlich nie als Backpacker ein Auto, an dem wirklich alles in Ordnung ist.

Inzwischen haben wir unseren eigentlichen Plan wieder etwas geändert. Während wir es kaum erwarten konnten, endlich Cairns hinter uns zu lassen und in die Wildnis zu fahren, entschlossen wir uns, noch ein wenig länger in der Stadt zu bleiben und die schönen Dinge zu erleben, die diese Location direkt am Great Barrier Reef zu bieten hat. Deshalb geht es morgen auf einen Zweitägigen Trip zum Riff bei dem wir schön schnorcheln und tauchen gehen können und hoffentlich alles sehen was die Unterwasserwelt für uns zu bieten hat.
Im nächsten Post zeigen wir euch dann, ob sich unsere Erwartung vom Great Barrierer Reef erfüllt hat und was wir sonst noch cooles erleben konnten in Cairns.

Bis dahin TAKE CARE GUYS! ;)
 
Abschied von Jutta und Johannes (und Cookie)


Freitag, 26. Juli 2013

Selamat tinggal Malaysia


Moinsen! Inzwischen haben wir in unserem Hotel ausgecheckt und haben uns, nach einem ausgewogenen (und ziemlich billigen) Frühstück im Mäcces, in der Lobby eingenistet. Ehrlich gesagt freuen wir uns tierisch auf unser Hauptziel Australien und Sarah und Mareike dort zu treffen. Nun geben wir aber noch ein paar abschließende Eindrücke von Kuala Lumpur, da diese eindrucksvolle Stadt wirklich einiges zu bieten hat.

Botanischer Garten
Da Grünflächen in Kuala Lumpur eine wahre Rarität sind, wollten wir uns doch wenigstens einmal von der Existens eines Botanischen Gartens vergewissern. Man könnte meinen es wäre einfach einen knapp 100 Hektar großen Garten in einer Stadt zu finden, in der Bodenversiegelung durchaus gerne betrieben wird. Dementsprechend haben wir uns recht zuversichtlich und voller Tatendrang zu Fuß auf den Weg gemacht. Die Zuversicht ebbte relativ schnell wieder ab, nachdem wir uns bei dem erbamungslosen Klima mehrmals verlaufen hatten. Das witzige an der Sache war jedoch, dass selbst die Einhemischen den Weg nicht genau wissen und dass, obwohl sich das National Monument dort befindet. Trotzdem kann man nicht behaupten, sie waren nicht bemüht uns zu helfen. Ein glücklicher Zufall ließ uns schließlich zwei nette Koreaner treffen, die tatsächlich das selbe Ziel hatten wie wir und wir zusammen endlich den Botanischen Garten erreichen konnten.


Suchbild: Finde die 3 Gartenarbeiter
Der Garten an sich wirkte auf den ersten Blick relativ trist. Auch waren Besucher hier anscheinend zur Mittagszeit ziemlich selten anzutreffen. Reichlich genutzt wurde der Park allerdings von Obdachlosen, die es sich in den schattigen Häuschen bequem machten. Bis auf die extrem vielen Gartenarbeiter gab es auch nicht mehr viel zu sehen, weshalb wir uns relativ bald ein Taxi für den Rückweg nahmen.




China Town
Abends ging es dann nach China Town, was uns hoch angepriesen wurde. Dies war wohl ein Grund dafür, dass es quasi genauso viele Touristen wie Einheimische gab. Im Prinzip war es genau so wie man sich China Town vorstellt: kleine Gassen mit Verkaufsständen überall, viele Restaurants die ihre Küchen direkt an der Straße haben und ein riesiger Haufen Menschen die sich durch das Gewusel drängen. In einem dieser Restaurants trafen wir auf Sebi und Flo, zwei Deutsche aus Brandenburg, die gerade auf der Durchreise waren. Den Rest des Tages ließen wir dann mit den zwei Jungs und einer Flasche billigen Whiskey ausklingen. Da wir uns auf Anhieb super verstanden, haben wir uns auch direkt für den nächsten Tag verabredet.


Prost! Links Flo, rechts Sebi

Bei dem Gewusel kann man Vinc schon mal übersehen


 
Yummi! 
Sunway Lagoon
An unserem letzten ganzen Tag in Kuala Lumpur wollten wir eigentlich nur eine Runde relaxen und uns auf die Reise nach Australien vorbereiten. Aus diesem Grund klang die Lagoon nach einem super Plätzchen, um ein wenig zu entspannen. Lustigerweise hatten wir uns mit der Einschätzung dieses „Schwimmbads“ etwas verschätzt. Allein der Eintittspreis war für Malaysische Verhältnisse mit 120 Takken gigantisch hoch( wir hatten mit unfähr 20 Ringit gerechnet), was unser Budget mehr als sprengte. Was wir im inneren der Lagune fanden war jedoch jeden Cent wert. Die Bezeichnung Schwimmbad trifft auf gar keinen Fall auf die Menge zu, die dieser Park zu bieten hatte. Egal ob man in dem idyllischen Lagunenbecken entspannen wollte oder in dem Wasserpark die gigantischen Rutschen runtersauste oder sogar im Zoobereich exotische Tiere begutachtete ; alles konnte man dort nach belieben tun. Leider waren nicht alle Attraktionen im Preis inklusive (wie beispielsweise Bungee Jump), was eigentlich ziemlich schade war. Trotzdem kann man auf jedenfall sagen, dass man locker den ganzen Tag dort verbringen kann, ohne dass einem langweilig wird. Dies hätten wir auch sicherlich getan (allein weil wir ganze 120 Ringit blechen mussten).Allerdings stand unsere Verabredung mit Sebi und Flo und deshalb mussten wir schon um 18 Uhr am abgemachten Treffpunkt sein. Den Abend verbachten wir zusammen im Kino und gönnten uns anschießend die doppelte Menge Whiskey als den Tag zuvor, um den Tag ausklingen zu lassen.

Wasserrutsche "Vuvuzela"

dickes Schnappi auf Drogen

Ich glaube er hat mich gemocht

Panther!



Kommen wir nun zu unserem abschließenden Fazit:
Das erste, was einem direkt auffällt ist natürlich das Klima und vorallem die extrem dicke Luft in Kuala Lumpur. Die Stadt ist so zugesmogt sodas es immer bewölkt ist und in Kombination mit 30 Grad und gefühlten 90% Luftfeuchtigkeit  schlägt das schon ganz schön auf die Fitness. Anfangs waren wir nach 5 Minuten Fußweg total platt und konnten nur flach atmen, doch wie es immer so geht hatte man sich relativ schnell an alles gewöhnt und wenn man die mega runtergekühlten Malls o.ä. richtig zu nutzen wusste, war selbst das tropische Klima durchaus recht angenehm. Zum Verkehr lässt sich sagen, dass er keineswegs mit der geordneten deutschen Straßenverkehrsordnung zu vergleichen ist. Vorallem zur Rush-Hour spielen Ampeln überhaupt keine Rolle mehr. An jeder großen Kreuzung stehen zu dieser Zeit Polizeibeamte und winken die Autos durch, das geht erstens schneller und zweitens wird das ganze dadurch noch halbwegs übersichtlich.

Kuala Lumpur ist eine Stadt für Abenteurer, überall an jeder Ecke gibt es etwas interessantes zu sehen, man muss nur gewillt sein alles auf eigene Faust zu erkunden. Auf der anderen Seite bietet die Stadt allerhand sehenswertes für Touristen an. Attraktionen wie die Petrona Towers oder der Fernsehturm sind wirklich eindrucksvoll, jedoch sind die Preise für diese Touristenmagneten auch dementsprechend hoch. Viel interessanter ist es unserer Meinung nach einfach mal die Seitengassen zu erkunden und sich unter die Einhemischen zu mischen. Denn dort erlebt man hautnah wie die Leute leben und bekommt so den eigentlichen Flair der Stadt mit. Man hat wirklich das Gefühl, dass die Stadt nie schläft. Verkehr hat man zu jeder Uhrzeit und durch die hellen Lichter, lässt sich jede Nacht zum Tag machen. Was uns auch sehr verblüffte, wie günstig man dort wegkommt. Sowohl  Restaurants und Supermärkte als auch Taxis und Unterkünfte waren stets mehr als günstig. Für 10 Ringit (2,50) bekommt man fast in jedem Restaurant ein manierliches Essen plus Getränk; man muss sich also nie Gedanken über sein Geld machen. Auch Taxis kann man zu jeder Zeit an jedem Ort nehmen ohne tief in die Tasche greifen zu müssen.
Schlussendlich kann man sagen, dass Kuala Lumpur eine sehr attraktive Stadt für alle Altersklassen ist. Egal ob man auf Low Budget lebt oder im Luxus baden will, die Möglichkeiten hat man auf jeden Fall! Sooo! Das war´s soweit von Kuala Lumpur und nun geht es ab nach Australien, wo es dann langsam ernst wird.
Machts gut haltet die Ohren steif! ;) 
Auf Wiedersehen Malaysia



PS.

Kakerlaken kill der Woche geht übrigens an Vinc!

Sonntag, 21. Juli 2013

Kuala Lumpur wie es leibt und lebt!

Hey Leute da sind wir wieder mit unserem zweiten Post:

Mal wieder sitzen wir im Starbucks und gönnen uns einen Eis-Cappuccino und basteln an unserem Blog. Den Jetlag haben wir schon längst hinter uns gelassen und das Klima macht uns auch kaum noch zu schaffen, beste Voraussetzungen um Kuala Lumpur näher kennen zu lernen.
Zu aller erst zog es uns natürlich zu dem Touristensymbol schlechthin in Malaysia: die Petrona Towers. Hierbei handelt es sich um die riesigen Zwillingstürme(wohlgemerkt 6. höchstes Gebäude der Welt), die von dem Ölkonzern Petrona als Prestigeobjekt erbaut wurden. Der Anblick war wirklich eindrucksvoll und die temperierte Luft in der Mall im inneren der Türme kam uns nach dem langen Fußmarsch dorthin wie ein Segen vor.

Bissi posen ;)
Vinc vor den Petronas


A propos Fußmarsch; des öfteren mussten wir feststellen, dass sich Kuala Lumpur eher mittelgut zu Fuß erkunden lässt da alles auf den Auto bzw. Zweiradverkehr ausgelegt ist. Auch haben hier weder Fußgänger noch rote Ampeln viel zu melden, denn der stärkere hat hier meistens Vorrang. D.h. man sollte jede Straße recht zügig und aufmerksam überqueren, selbst wenn die Fußgängerampel grün anzeigt(wenn mal eine da ist). Meistens hängen wir uns einfach an Einheimische dran wenn wir die Straße überqueren (immer noch am sichersten).

Nun aber zurück zu unseren Aktivitäten. Neben den Petrona Towers gibt es ein weiteres sehr hohes und eindrucksvolles Gebäude in Kuala Lumpur: den Telecommunicationtower. Zwar war das Ticket für den Aufstieg mit ca. 50 Ringgit (umgerechnet ca. 13 Euro) recht teuer für malayische Verhältnisse, aber für den Ausblick über die in der Nacht hellbeleuchtete Stadt Kuala Lumpur waren die 50 Ringgit mehr als gut investiert.
Telekommunikationsturm im Mondschein
Das Ziel schon von weitem sichtbar

Telekommunikationsturm aus nächster Nähe
Traumhafter Ausblick vom Telekommunikationstower

Tierisch gut haben uns auch der Birdpark (größter der Welt) und der National Zoo gefallen , die zwar auch relativ teuer waren aber an Artenvielfalt und Nähe zu den Tieren kaum zu übertreffen waren. Im Birdpark zum Beispiel konnten sich die Vögel (bis auf ein paar Ausnahmen) komplett frei bewegen, sodass man sie auch streicheln können.
Zum National Zoo kann man sagen ,dass die Sicherheitsvorkehrungen lächerlich gering waren , wodurch man aber natürlich den Tieren viel näher kommen konnte. Manchmal sogar ein bisschen zu nah. :D 
Marius auf Tuchfühlung mit dem Elefanten
Achtung! Es gibt einen Geheim-Kot :)
Papageien zum anfassen nah
"Guck mal Laua ein Pelikan!"

Unserer Meinung nach ist es jedoch spannender wenn man Kuala Lumpur auf eigene Faust erkundet. Als wir uns an einem Abend auf die Suche nach Flip Flops und Sonnenbrillen begaben landeten wir auf einmal in einem Meer aus Menschen , dem bekannten Nachtmarkt. Hier herrschte ein großes Treiben und Gedränge in einer Gasse die höchstens zwei Meter breit war. Wir konnten uns zu einigen Ständen durchkämpfen von denen einer uns besonders faszinierte. Hier konnte man jede Menge lebende Tiere kaufen von Igeln über Eichhörnchenbabys bis hin zu Fröschen und Vogelspinnen. Das traurige an der Sache war jedoch unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. Leider hatten wir keine anständige Kamera dabei, da wir wie gesagt eigentlich nur ein wenig bummeln wollten. Deswegen mussten unsere Handykameras herhalten.
Hase to go!

Streifenhörnchen

Frösche in verschiedenen Variationen


Unsere nächsten Ziele sind nun Ice City , die Lagune und China Town. Bevor unsere Reise nach Australien weitergeht melden wir uns nochmal mit einem abschließenden Fazit über Kuala Lumpur. Bis dann! Schöne Grüße Vinc und Lauer